Flüge nach Lima: Was du über Perus Hauptstadt am Pazifik wissen solltest
Lima ist für viele nur Umsteigeort auf dem Weg in die Anden, dabei lohnt die Stadt am Pazifik einige Tage Aufenthalt. Hier erfährst du, wie die Anreise abläuft, wann das Wetter mitspielt und was dich vor Ort erwartet.
Viele Reisende sehen von Lima kaum mehr als den Flughafen und ein Hotelzimmer für eine Nacht, bevor es weiter in die Anden geht. Dabei ist die Hauptstadt Perus ein eigenes Reiseziel: eine Metropole an steilen Klippen über dem Pazifik, mit Ruinen aus der Zeit vor den Inka, einer kolonialen Altstadt und einer Küche, die weltweit Beachtung findet. Wenn du deine Peru-Reise planst, lohnt es sich, Lima ein paar Tage einzuräumen. Hier erfährst du, wie die Anreise funktioniert und worauf du achten solltest.
Anreise: So lange bist du unterwegs
Direktflüge von Deutschland nach Lima sind die Ausnahme. In der Regel fliegst du mit einem Umstieg, meist über ein großes europäisches Drehkreuz wie Madrid, Amsterdam oder Paris, seltener über Nordamerika oder andere Städte in Südamerika. Die reine Reisezeit liegt je nach Verbindung grob zwischen 14 und 18 Stunden, mit ungünstigen Anschlüssen auch darüber.
- Umstiegszeit: Plane beim Wechsel zwischen zwei getrennt gebuchten Flügen großzügige Puffer ein. Bei einem durchgehenden Ticket kümmert sich die Airline um den Anschluss, falls der Zubringer Verspätung hat.
- Zeitverschiebung: Peru stellt die Uhren nicht um. Im deutschen Winter liegt Lima sechs Stunden zurück, im deutschen Sommer sieben.
- Jetlag: Der Flug nach Westen fällt vielen leichter als der Rückweg. Ein ruhiger erster Tag in Lima hilft beim Ankommen.
Ankunft am Flughafen und Weg in die Stadt
Der internationale Flughafen liegt im Hafenbezirk Callao, nordwestlich der beliebten Küstenviertel. Die Entfernung ist überschaubar, der Verkehr aber oft dicht: Je nach Tageszeit kann die Fahrt deutlich unter einer Stunde oder auch spürbar länger dauern.
- Nutze offizielle Taxis aus dem Ankunftsbereich oder einen vorab vereinbarten Transfer deiner Unterkunft.
- Steige nicht zu Fahrern ein, die dich in der Halle ungefragt ansprechen.
- Halte Wertsachen nach einem langen Flug besonders im Blick.
Kommst du spät nachts an und fliegst früh weiter, kann ein Hotel in Flughafennähe sinnvoller sein als die Fahrt in die Stadt.
Beste Reisezeit: Grauer Himmel, aber kaum Regen
Lima liegt in einer Küstenwüste. Es regnet fast nie, trotzdem ist der Himmel einen großen Teil des Jahres bedeckt. Grund ist der kalte Humboldtstrom vor der Küste, der für Nebel und feinen Nieselschleier sorgt, den die Einheimischen Garúa nennen.
| Zeitraum | Wetter in Lima |
|---|---|
| Etwa Dezember bis April | Südsommer, häufig sonnig und warm, Badezeit an der Küste |
| Etwa Juni bis Oktober | Südwinter, kühl, feucht und oft wochenlang grau |
| Mai und November | Übergangszeit mit wechselhaftem Himmel |
Beachte: Die beste Reisezeit für Lima ist nicht automatisch die beste für das Hochland. In den Anden fällt die Trockenzeit grob in den Südwinter, also gerade dann, wenn Lima grau ist. Für eine Rundreise ist das oft der bessere Kompromiss.
Was Lima ausmacht
Eine Stadt zum Essen
Für viele Besucher ist die Küche der wichtigste Grund, länger zu bleiben. Einflüsse aus den Anden, Spanien, Afrika, China und Japan haben sich hier über Generationen vermischt. Probiere zum Beispiel Causa limeña, ein geschichtetes Gericht aus gelbem Kartoffelpüree und Füllung, Lomo saltado, kurz gebratenes Rindfleisch mit Zwiebeln und Tomaten, oder Anticuchos, gegrillte Spieße von Straßenständen. Dazu passt ein Pisco Sour oder die lila Maislimonade Chicha morada. Für bekannte Spitzenrestaurants musst du oft lange im Voraus reservieren.
Geschichte auf Schritt und Tritt
Rund um die Plaza Mayor zeigt die Altstadt mit Kathedrale, Klöstern und geschnitzten Holzbalkonen ihr koloniales Erbe. Mitten in Wohnvierteln stehen außerdem Lehmziegelpyramiden aus vorinkaischer Zeit. Etwas südlich der Stadt liegt die weitläufige Tempelanlage Pachacámac, die sich gut als Halbtagesausflug eignet.
Leben an der Steilküste
Entlang der Klippen ziehen sich Parks und Promenaden, von denen aus du Surfer und Paraglider beobachten kannst. Vom Hafen in Callao starten Bootstouren zu vorgelagerten Inseln, auf denen Seelöwen und Seevögel leben.
Weiterreise: Lima als Ausgangspunkt
Die Entfernungen in Peru sind groß, die Straßen durch die Anden oft kurvig und langsam. Viele Reisende nutzen deshalb Inlandsflüge, etwa nach Cusco, Arequipa oder in die Amazonasregion. Wer Zeit hat, reist die Küste entlang per Fernbus, zum Beispiel Richtung Paracas.
- Höhe beachten: Von Meereshöhe direkt auf über 3000 Meter zu fliegen, kann zu Höhenkrankheit führen. Plane die ersten Tage im Hochland ruhig.
- Gepäck: Auf Inlandsflügen gelten oft andere Freigepäckregeln als auf dem Langstreckenflug. Prüfe das vor der Buchung.
Einreise, Gesundheit und Sicherheit
Informiere dich vor der Reise beim Auswärtigen Amt über die aktuellen Einreise- und Gesundheitsbestimmungen sowie die Reise- und Sicherheitshinweise für Peru. Dort findest du auch Empfehlungen zu Impfungen, besonders wenn du ins Amazonasgebiet möchtest. Ein Termin in einer reisemedizinischen Beratung einige Wochen vor Abflug ist sinnvoll.
Für Verspätungen und Annullierungen gilt die EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004 bei Abflügen aus der EU sowie bei Flügen in die EU mit einer Airline aus der EU. Ob und welche Ansprüche bestehen, hängt vom Einzelfall ab.
Häufige Fragen
Wie lange fliegt man von Deutschland nach Lima?
Mit einem Umstieg bist du grob 14 bis 18 Stunden unterwegs, je nach Verbindung und Wartezeit am Drehkreuz.
Wie viele Tage sollte ich für Lima einplanen?
Zwei bis drei volle Tage reichen für Altstadt, Küstenviertel, eine archäologische Stätte und einige gute Mahlzeiten.
Wann ist das Wetter in Lima am besten?
Sonnig und warm ist es meist im Südsommer, etwa von Dezember bis April. Im Südwinter ist es oft grau, dafür ist dann im Hochland Trockenzeit.
Brauche ich für Peru ein Visum?
Die geltenden Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige findest du aktuell beim Auswärtigen Amt. Prüfe sie rechtzeitig vor der Abreise.


